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Jenny Wullich

Dein KI-Entwurf ist gut, jedoch nicht nutzbar?

Das Logo aus ChatGPT sah auf dem Bildschirm fertig aus. Dann wollte die Druckerei eine Vektordatei & die gab es nicht. Hier kann ich helfen. Und: KI-Designs sehen meist gleich aus.

Was ich aus deinem Entwurf mache

Sauber nachgezeichnet

Nicht automatisch nachgefahren, sondern neu gebaut: mit so wenigen Punkten wie nötig, mit Kurven, die wirklich rund sind, und Linien, die überall gleich dick bleiben. So skaliert das Zeichen vom Favicon bis zur Fassade.

Eine Schrift, die es gibt

KI erfindet Buchstaben. Sie sehen auf den ersten Blick richtig aus und sind es nicht. Ich ersetze sie durch eine echte Schrift, die zur Anmutung passt, und richte den Abstand so ein, dass der Name auch klein lesbar bleibt.

Farben, die man drucken kann

Der Verlauf aus dem Bild existiert in keinem Farbsystem. Ich lege feste Werte fest, für Bildschirm und Druck, und baue eine einfarbige Fassung für Stempel, Stickerei und Gravur.

Alle Dateien, einmal richtig

SVG, EPS, PDF und PNG, jeweils positiv und negativ, dazu eine Seite, auf der steht, welche Datei wofür ist. Danach musst du nie wieder jemanden fragen, ob die Datei so geht.

Das fehlende Alleinstellungsmerkmal

KI mischt zusammen, was es schon gibt. Deshalb sehen generierte Zeichen oft aus wie hundert andere aus derselben Branche. Ich suche in deinem Entwurf das, was wirklich deins ist, und schärfe genau das – damit man dich erkennt und nicht die Vorlage.

Das Ding mit den Rechten

Rein maschinell erzeugte Bilder sind nach heutigem Stand nicht urheberrechtlich geschützt. Was das für dich bedeutet und wo eine Anwältin draufschauen sollte, sage ich dir offen, statt es wegzulächeln.

Warum Nachzeichnen und nicht Nachfahren

Es gibt Programme, die aus einem Pixelbild automatisch Vektoren machen. Ich benutze sie selbst, als ersten Schritt, um die Grundform zu bekommen. Aber das Ergebnis ist nie fertig. Jede Unschärfe wird zu einer Welle, jeder Kompressionsrest zu einer Ecke, und eine Form, die eigentlich ein Kreis sein sollte, hat danach vierhundert Ankerpunkte und ist keiner.

Deshalb zeichne ich darüber. Mit der Hand, mit den Werkzeugen, die ich seit vierzehn Jahren für Logos benutze. Das dauert länger als ein Klick und kürzer als ein neues Logo. Das Maskottchen für Straub Verpackungen ist so entstanden, aus einer gelieferten Skizze. Bei KI-Entwürfen ist der Weg derselbe, nur die Vorlage kommt woanders her.

Und manchmal zeichne ich nicht nach, sondern sage: Lass uns die Idee nehmen und das Zeichen richtig bauen. Das ist kein Rückschritt. Die Maschine hat dir geholfen, zu sehen, was du willst. Das ist mehr, als viele am Anfang eines Logoprojekts wissen.

So läuft es ab

  1. Du schickst mir den Entwurf

    PNG oder JPG reicht, auch ein Screenshot. Dazu zwei Sätze: wofür das Zeichen gedacht ist und wo es später auftauchen soll.

  2. Ich schaue drauf und melde mich

    Meist noch am selben Tag, und dieser erste Blick kostet nichts. Du bekommst eine Einschätzung: rettbar, besser neu, oder lieber lassen. Mit Begründung und einem Preis, der dann auch gilt.

  3. Ich baue das Zeichen

    Nachzeichnen, Schrift ersetzen, Farben festlegen, Varianten anlegen. Zwischendurch siehst du einen Stand und kannst eingreifen.

  4. Du bekommst das Paket

    Alle Dateien, sauber benannt, mit einer Seite Anleitung. Und alle Nutzungsrechte an dem, was ich daran gemacht habe, gehen auf dich über.

Auch für Illustrationen und Grafiken

Nicht nur Logos kommen so zu mir. Ein generiertes Titelbild, das gedruckt werden soll und dafür zu klein ist. Eine Figur, die auf ein Fahrzeug soll und dafür als Folie geschnitten werden muss. Ein Muster für eine Verpackung, bei dem die Kanten nicht aneinanderpassen.

Bei Illustrationen geht es seltener ums Nachzeichnen und häufiger ums Druckfertigmachen: Auflösung, Farbraum, Freisteller, Beschnitt, Schnittkanten. Wo es doch eine Vektorzeichnung sein muss, etwa für Schilder, Folien oder Stickereien, baue ich sie nach. Ich arbeite selbst mit KI-Bildern, im Artboard findest du einige davon, und weiß deshalb ziemlich genau, wo sie stolpern.

Häufige Fragen

Kann man ein KI-Logo nicht einfach automatisch vektorisieren?

Kann man, und genau das ist meist das Problem. Automatische Vektorisierer zeichnen jeden Pixelrand nach, auch die Unschärfen und Artefakte. Heraus kommt eine Datei mit tausenden Ankerpunkten, die weder sauber skaliert noch vernünftig bearbeitet werden kann. Ich zeichne das Zeichen neu, mit so wenigen Punkten wie nötig. Das sieht man spätestens auf dem Schild.

Darf ich ein KI-generiertes Logo überhaupt als Marke benutzen?

Rein maschinell erzeugte Bilder genießen nach heutigem Stand keinen Urheberschutz, das heißt: Du bist nicht die Urheberin, aber auch sonst niemand. Ob du das Zeichen als Marke eintragen kannst und ob es einem bestehenden zu ähnlich ist, prüft eine Anwältin, nicht ich. Was ich tue: Ich schaue vorab, ob mir das Zeichen bekannt vorkommt, und sage dir ehrlich, wenn ich Bedenken habe.

Was, wenn der Entwurf nicht zu retten ist?

Das kommt vor, bei vielleicht jedem dritten. Typisch sind Zeichen mit feinen Verläufen, Perspektive oder Details, die bei zwei Zentimetern Breite zu Matsch werden. Dann sage ich dir das nach dem ersten Blick. Die Idee ist deshalb nicht verloren: Oft lohnt es sich, sie als Vorlage zu nehmen und das Zeichen von Grund auf neu zu bauen.

Erkennt man am Ende, dass es mal KI war?

Wenn ich fertig bin, nicht. Die typischen Spuren sind die Buchstaben, die kein Alphabet kennt, uneinheitliche Strichstärken und Formen, die sich fast, aber nicht ganz wiederholen. Genau das bereinige ich. Was bleibt, ist die Idee, und die darf gern von einer Maschine angestoßen sein.

Welche Dateien bekomme ich?

Das Zeichen als SVG, EPS und PDF, dazu PNG in mehreren Größen, jeweils positiv und negativ. Farben als RGB, CMYK und, wenn sinnvoll, Pantone. Dazu eine Seite, auf der steht, welche Datei wofür ist. Mehr dazu im Logbuch unter Logo-Dateiformate.

Geht das auch mit Illustrationen und Grafiken, nicht nur mit Logos?

Ja. Bei Illustrationen geht es seltener ums Nachzeichnen und öfter ums Druckfertigmachen: Auflösung, Farbraum, Freisteller, Beschnitt. Für Schilder, Folien oder Stickereien muss es dann doch eine Vektorzeichnung sein, und die baue ich nach.

Das gehört oft dazu

Lieber gleich ein eigenes Zeichen

Wenn der Entwurf nicht trägt, ist das der direkte Weg: ein Logo, das von Anfang an für Druck, Bildschirm und Schild gedacht ist.

Zum Logodesign

Der Rest des Auftritts

Ein brauchbares Zeichen ist der Anfang. Farben, Schrift und Visitenkarte entstehen oft im selben Arbeitsgang.

Zur Markenentwicklung

Welche Dateien wofür

SVG, EPS, PNG: Ich habe aufgeschrieben, welche Formate du nach einem Logoprojekt wirklich brauchst und welche du getrost ignorieren kannst.

Logo-Dateiformate erklärt

Jenny Wullich

Schick mir den Entwurf.

Ein Bild und zwei Sätze reichen. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, meist noch am selben Tag, und entscheidest dann in Ruhe.

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