Dreißig Punkte, die du ohne Vorwissen prüfen kannst. Hake ab, was deine Website schon erfüllt. Die Häkchen bleiben nur in deinem Browser gespeichert, nichts davon verlässt dein Gerät. Die Liste ersetzt keine vollständige WCAG-Prüfung; sie ist der praktische Kern für den Alltag, die Punkte, an denen die meisten Websites scheitern.
0 von 30 Punkten geprüft
Wahrnehmbar
Schalte Bilder im Browser ab oder nutze WAVE: Bleibt die Botschaft erhalten?
Im Quelltext prüfen: Dekoration darf der Screenreader überspringen.
Farbwerte in den WebAIM Contrast Checker einsetzen, nicht schätzen.
Auch Knopf-Ränder, Icons und Diagramme brauchen messbaren Kontrast.
Mach einen Graustufen-Test: Verstehst du Fehler, Links und Status noch?
Einmal ohne Ton anschauen: Verstehst du alles?
Der Inhalt muss auch lesbar vorliegen, nicht nur hörbar.
Strg und Plus bis 200 Prozent: Nichts überlappt, nichts verschwindet, kein Querscrollen.
Versuche, den Text zu markieren: Was sich nicht markieren lässt, ist ein Bild.
Bedienbar
Maus weglegen und nur mit Tab und Enter durch die Seite gehen.
Beim Tab-Test muss immer erkennbar sein, wo du gerade stehst.
Aus jedem Dialog, Menü und Banner kommst du mit der Tastatur wieder heraus.
Erster Tab-Druck auf der Seite: Erscheint ein Sprung-Link?
Der Fokus darf nicht kreuz und quer über die Seite springen.
Auf dem Handy mit dem Daumen testen, nicht am Desktop mit der Maus.
Schnelles Blitzen kann Anfälle auslösen und ist tabu.
Reduzierte Bewegung im Betriebssystem aktivieren: Wird die Seite ruhig?
Formulare und Sitzungen dürfen niemanden unter Zeitdruck hinauswerfen.
Verständlich
Im Quelltext nach dem lang-Attribut im html-Element schauen.
Browser-Tab lesen: Sagt er, wo du bist?
Eine H1 pro Seite, keine übersprungenen Ebenen; WAVE zeigt die Struktur.
Ein Link muss auch ohne den Satz drumherum verständlich sein.
Klick auf die Beschriftung: Springt der Cursor ins Feld, ist sie verknüpft.
Das Formular absichtlich falsch absenden und die Meldung lesen.
Menüpunkte wechseln weder Ort noch Reihenfolge.
Robust
Knöpfe sind button, Links sind a, Listen sind ul: im Quelltext stichprobenartig prüfen.
Browser sollen Name, E-Mail und Adresse automatisch ausfüllen können.
Was mit nativem HTML geht, braucht kein ARIA; falsches ARIA schadet mehr als keines.
Erfolgs- und Fehlermeldungen brauchen eine aria-live-Region.
Die Startseite mit VoiceOver oder NVDA anhören: Reihenfolge, Links und Überschriften ergeben Sinn.
Alles abgehakt? Dann steht deine Website besser da als die meisten. Die Handgriffe zu den offenen Punkten erklärt mein Leitfaden. Wie eine Prüfung mit blinden Testern aussieht, zeigt die Casestudy zum BSVSH. Und wenn du dir Unterstützung wünschst: Barrierefreies Webdesign ist genau mein Thema.
