Aus über 50 Einzelseiten wird eine Plattform

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Jenny Wullich

Die IFG bildet seit 1978 Zahnärztinnen, Zahnärzte und Praxisteams fort. Über die Jahre war für fast jede Kursreihe ein eigener Webauftritt entstanden, am Ende über 50 Stück, jeder mit eigenem Publikum, eigenen Buchungen und eigenen Kundendaten. Der Relaunch hat daraus eine Plattform gemacht: ein Zugang, ein Kurskatalog, ein Buchungsweg. Meine Aufgabe war die gestalterische Seite – aus vielen Handschriften eine machen, ohne dass sich langjährige Kunden fremd fühlen.

Kunde IFG Internationale Fortbildungsgesellschaft mbH Live ifg-fortbildung.de Event-Marken dentalsummer.de und dentalwinter.com Ausgangslage Über 50 eigenständige Webauftritte mit eigenen Buchungen und Kundendaten Leistung Designkonzept, Informationsarchitektur, UX für Kurskatalog und Buchung System Joomla!, beim Umbau von Version 3 auf 6 Beteiligte Benjamin, Wicked Software (Technik und Entwicklung), Jenny Wullich (Design und UX) Ergebnis Eine Plattform, ein Zugang, ein durchgängiger Kurskatalog
Startseite der neuen IFG-Fortbildungsplattform mit Hauptnavigation und aktuellen Kursinformationen
Die neue Plattform: eine Startseite für alle Kursformate – Präsenz, online und die großen Jahresevents.

Die Ausgangslage: Reichweite, verteilt auf über 50 Adressen

In inzwischen 48 Jahren haben über 100.000 Teilnehmer die Kurse der IFG besucht. Als staatlich anerkannter, AZAV-zertifizierter Weiterbildungsträger deckt sie heute das ganze fachliche Spektrum ab: von der Ästhetischen Zahnheilkunde über Endodontie, Implantologie und Prothetik bis zu Praxismanagement, Kieferorthopädie und Kommunikation.

Dieses Programm ist über Jahrzehnte gewachsen. Ab 2019 kamen in der Coronazeit Online-Webinare dazu, und für Veranstaltungen, Kursreihen und Standorte entstand jeweils ein eigener Webauftritt, der sein Thema in den Mittelpunkt stellte und gezielt seine Zielgruppe ansprach. Mit dem Erfolg des Programms wuchs die Zahl dieser Auftritte, am Ende auf über 50 eigenständige Instanzen. Jede hatte ihr eigenes Publikum.

Diese Seiten waren dabei kein Schaufenster, sondern Plattformen: Über sie wurden Präsenz- und Online-Seminare gebucht, entsprechend lagen auf allen Instanzen auch Kundendaten. Was über die Jahre entstanden war, ist also vor allem eines – eine große, aktiv genutzte Reichweite. Genau die sollte der Relaunch bündeln, zusammen mit einem zweiten Ziel: weniger Wartungsaufwand. Der war mit jeder Installation gewachsen, und die Sicherheitsanforderungen sind seither nicht kleiner geworden.

Das ganze Programm muss auffindbar bleiben

Alle Kurse, die vorher über einzelne Auftritte verteilt waren, mussten in einer gemeinsamen Struktur wiederzufinden sein: die inzwischen über 50 Online-Seminare, die direkt auf der Plattform stattfinden, ebenso wie die Präsenzkurse in Hamburg, Düsseldorf, München, Frankfurt oder Berlin und die Sonderevents, etwa auf Mallorca und in Ischgl.

Gebucht wird für das Team, nicht für eine Person

Fortbildung ist bei der IFG Teamsache, ein großer Teil des Programms richtet sich ausdrücklich an das ganze Praxisteam. Ein Zahnarzt bucht also für mehrere Angestellte: mal für sich und das Team gemeinsam, mal nur für Mitarbeitende, mal mehrere Veranstaltungen mit unterschiedlichen Teilnehmern, und die Zahl der Teilnehmenden wechselt. Das musste der Buchungsvorgang sauber abbilden – ohne dass jemand rät, wo der zweite Name hingehört.

Vertrautheit mitnehmen

Die Einzelinstanzen unterschieden sich gestalterisch teils deutlich von der Hauptseite, und viele Kunden waren mit ihrer Seite über Jahre vertraut. Genau dieses Vertrauen sollte der Relaunch mitnehmen. Wer bisher auf einer bestimmten Seite gearbeitet hat, sollte sich auf der neuen Plattform sofort zurechtfinden und nicht das Gefühl haben, auf einer fremden Website gelandet zu sein.

Die Lösung: eine Plattform, ein Zugang

Zusammenführen hieß hier: eine Instanz mit einem Nutzerkonto und einem gemeinsamen Kurskatalog. Nutzerdaten und Buchungen aus den Altsystemen wurden migriert und zusammengeführt; für Bestandskunden ohne Account haben wir Zugänge angelegt. Im Nutzerkonto sehen Kunden heute ihren aktuellen Kursbestand – gebuchte Präsenzseminare ebenso wie die Online-Seminare, die direkt auf der Plattform stattfinden.

Der Buchungsprozess ist so konzipiert, dass die Anmeldung mehrerer Personen kein Sonderfall ist, sondern von Anfang an mitgedacht wurde. Buchende benennen ihre Teilnehmenden in einem Ablauf, der ohne Erklärung funktioniert. Im Regelbetrieb läuft das heute reibungslos.

Der Kurskatalog ist nach Fachgebieten erschlossen, sodass sich das breite Programm gezielt durchsuchen lässt. Die großen Termine des Jahres – etwa der Best Day in Düsseldorf, die Forever-Young-Workshops oder die Mallorca-Seminare – sind als Top-Events prominent eingebunden und bleiben trotzdem Teil desselben Katalogs.

Design: konsolidieren, ohne zu verlieren

Gestalterisch bestand die Aufgabe darin, aus vielen visuellen Handschriften eine zu machen, ohne dass Nutzer sich verloren fühlen. Die Merkmale der bisherigen Einzelinstanzen wurden deshalb nicht ersatzlos gestrichen, sondern in das neue System übersetzt: als wiedererkennbare Elemente innerhalb einer gemeinsamen Designsprache. So bleibt die Herkunft eines Bereichs sichtbar, während der Gesamtauftritt konsistent wirkt.

Zwei Event-Marken mit eigener Adresse

Zwei Hauptevents haben eine eigene Markendomain und ein eigenes Standing in der Branche: der Dental Summer im Juni am Timmendorfer Strand und der Dental Winter im Januar in Ischgl. Beide wurden ebenfalls im Look der neuen Plattform aufgebaut. Sie behalten damit ihre eigenständige Adresse und ihre Markenwirkung, sind gestalterisch aber klar als Teil derselben Welt erkennbar.

Technik: Joomla! mit wenigen Erweiterungen

Die technische Seite lag bei Benjamin von Wicked Software: Migration der Altsysteme, Zusammenführung der Nutzerdaten und die Buchungslogik. Umgesetzt ist die Plattform in Joomla!, beim Umbau ging es von Version 3 auf 6. Über das Berechtigungssystem, Custom Fields und Overrides ließen sich mehrere wartungsintensive Dritterweiterungen durch Bordmittel ersetzen – genau der Hebel für das Ziel, den Wartungsaufwand zu senken. Die Administration wurde dabei aufgeräumt und auf die Anforderungen des Redaktionsteams zugeschnitten.

Zusammenarbeit

Das Projekt war anspruchsvoll und hat über die gesamte Laufzeit eine enge Verzahnung von Technik und Gestaltung gebraucht. Auf Kundenseite war die Zusammenarbeit ausgesprochen angenehm: kurze Entscheidungswege, schnelle und klare Rückmeldungen. In einem Projekt, das parallel zum laufenden Geschäft umgesetzt wird und von dem Umsatz abhängt, ist das ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Das Ergebnis

Aus über 50 Einzelinstanzen ist eine Plattform geworden, auf der das gesamte Angebot der IFG Platz hat – skalierbar und ohne Umbau um neue Funktionen erweiterbar.

  • Ein Zugang für alle Nutzer, Bestandskunden inklusive, auch die ohne bisherigen Account
  • Ein durchgängiger Kurskatalog über alle Formate und Fachgebiete hinweg, online wie in Präsenz
  • Ein Buchungsprozess, der Praxisteams abbildet
  • Ein konsistentes Design, in dem die früheren Instanzen und die beiden Event-Marken wiedererkennbar bleiben
  • Ein zentrales System, das sich laufend aktuell halten lässt und damit dauerhaft gut geschützt ist

Die Plattform ist live unter ifg-fortbildung.de.

Häufige Fragen zur Zusammenführung mehrerer Websites

Wann lohnt es sich, mehrere Websites zu einer Plattform zusammenzuführen?

Wenn jede Einzelseite gepflegt, aktualisiert und abgesichert werden muss, wächst der Aufwand mit jeder weiteren Installation. Kommen Nutzerkonten und Buchungen dazu, verteilt sich außerdem die Kundenbeziehung auf viele Adressen. Eine gemeinsame Plattform senkt den Wartungsaufwand, bündelt die Reichweite auf die Hauptmarke und macht Sicherheitsupdates an einer Stelle statt an fünfzig.

Gehen bei der Zusammenführung Nutzerkonten und Buchungen verloren?

Sie müssen es nicht. In diesem Projekt wurden Nutzerdaten und Buchungen aus den Altsystemen migriert und zusammengeführt, sodass jeder nach der Umstellung seinen Zugang und seine gebuchten Kurse wiederfindet. Für Bestandskunden, die bisher ganz ohne Account gebucht hatten, wurden Zugänge angelegt.

Wie bleiben vertraute Einzelauftritte erkennbar, wenn alles eine Seite wird?

Indem die Merkmale der bisherigen Auftritte nicht gestrichen, sondern übersetzt werden: als wiedererkennbare Elemente innerhalb einer gemeinsamen Designsprache. So bleibt die Herkunft eines Bereichs sichtbar, während der Gesamtauftritt konsistent wirkt und niemand das Gefühl hat, auf einer fremden Website gelandet zu sein.

Können eigene Event-Marken ihre Domain behalten?

Ja. Dental Summer und Dental Winter haben ihre eigenen Adressen behalten und sind im Look der neuen Plattform aufgebaut. Sie behalten damit ihre Markenwirkung und sind gestalterisch trotzdem klar als Teil derselben Welt erkennbar.

Wie bucht man Kurse für mehrere Personen aus einem Team?

Der Buchungsprozess ist von Anfang an für mehrere Teilnehmende gedacht, nicht als Sonderfall nachgerüstet. Buchende benennen ihre Teilnehmenden in einem Ablauf, der ohne Erklärung funktioniert – für sich und das Team gemeinsam, nur für Mitarbeitende oder für mehrere Veranstaltungen mit wechselnder Besetzung.

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Jenny Wullich

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